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Eine kleine Geschichte Halloweens – 3


Am Anfang stand die Rübe

Wie wir schon gesehen haben, einer der Ursprünge Halloweens ist das Fest Samhain. Samhain war ein Fest der keltischen und gälischen Völker.
Die Gälen und Kelten lebten hauptsächlich auf den britischen Inseln, in Schottland und Irland.

Traditionell höhlten sie Rüben aus, schnitzen Gesichter hinein und stellten sie in ihre Fenster.

Hast du schon mal so eine Rübe ausgehöhlt.
Eine Freundin berichtete mir, das ihre Familie Rüben ausgehöhlt hätte, in ihrer Kindheit, in den 60er Jahren.
Ich kann es mir kaum vorstellen.
Die Dinger sind doch echt schwer.

Im Moment wohnt eine Rübe, eine Steckrübe in meinem Kühlschrank.
Sie wartet auf ihre Weiterverarbeitung. Wobei ich allerdings keine Laterne plane, sondern einen netten Steckrübeneintopf. Im Moment zögere ich noch, weil mich diese schwere Arbeit der Rübenteilung gruselt.

Ich denke die meisten von euch haben sicher schon von den Auswanderungswellen im 19. Jahrhundert gehört.
In Irland herrschten große Hungersnöte, so das die Menschen aufbrachen, ihr Heil in Amerika zu suchen.
Natürlich nahmen die Einwanderer, wie alle Einwanderer das so machen, ihre Traditionen mit.

Eine davon war diese Rübenlaterne, die die bösen Geister abhalten sollte.

In Amerika waren Rüben allerdings nicht so weit verbreitet, wie sie das in Irland waren.
Aber den Kürbis gab es massenhaft.

Also haben sie angefangen Kürbisse in Laternen umzuwandeln, anstelle der Rüben.
Und oh Wunder, die Kürbisse waren auch viel einfache auszuhöhlen als die Rüben.
Und ehrlich, ich finde, so ein Kürbis ist schon ne echte Herausforderung.

Und größer waren die Kürbislaternen auch.

In den Analen steht, das in Amerika Kürbisse seit 1837 ausgehöhlt werden.
Aber zu der Zeit war der Kürbis nur ein Symbol für eine erfolgreiche Ernte.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Kürbis bzw. der ausgehöhlte Kürbis mit Halloween in Verbindung gebracht.

Ich finde das sehr interessant.
Im Allgemeinen wenn wir was von Traditionen hören, dann denken wir immer, das es sich um eine extrem lange Zeit handeln muss, das etwas im Gebrauch ist. Ist ja ne Tradition.
Und wenn man dann hinter die Kulissen guckt, dann ist das oft noch nicht so lange im Gebrauch.
Oft nur so 100 oder 150 Jahre.

Jack-o‘-lantern

Im amerikanischen bezeichnet man die Kürbislaterne auch als „Jack-o‘-Lantern“.
Dem liegt eine alte Legende zugrunde.

Stingy Jack war ein fauler aber auch gewitzter Bauer.
Er ist bekannt dafür, mit einem Kreuz dem Teufel eine Falle gestellt zu haben.

Eine der Legend um Jack besagt, das Jack den Teufel ausgetrickst hat, und ihn dazu bewegen konnte, auf einen Apfelbaum zu klettern.
Als der Teufel dann so hübsch oben auf dem Baum saß, hat Jack um den Stamm herum Kreuze aufgestellt.
Andere Quellen sagen, das Jack ein Kreuz in die Baumrinde geschnitten hat.

Egal was er nun genau gemacht hat, der Teufel saß oben auf dem Baum und konnte wegen der Kreuze nicht runter.
Fand er nicht witzig.

Er wollte aber wieder runter vom Baum, er hatte ja schließlich einen Job auszuführen. Also machte er einen Deal mit Jack.
Der Teufel durfte vom Baum runter, nachdem er versprochen hatte, niemals Jacks Seele zu holen.

Nun gab es aber ein Problem. Jack war ein ordentlicher Tunichtgut.
Als dann seine Zeit kam und Jack den Weg allen Zeitlichen nahm, fuhr seine Seele zum Himmel auf und wollte eingelassen werden. Wegen seines sündigen Lebens hat ihn Petrus nicht eingelassen.

Und in der Hölle war kein Platz für Jack.
Der Teufel hatte ja schließlich versprochen, niemals seine Seele zu holen.
Und an den Handel hält er sich noch heute.

Nun wußte Jacks arme Seele nicht wohin.
Er fing an umherzuwandern. Er konnte nichts sehen, alles war so dunkel, er hatte kein Licht.
Da hat ihm der Teufel eine Fackel hinterher geworfen. Diese Fackel war am Höllenfeuer entzündet worden, welches bekanntlich niemals verlöscht.

Also hat Jack eine Rübe genommen, das war nämlich sein Lieblingsgemüse und hat eine Laterne daraus geschnitzt, er hat die Fackel wie eine Kerze in die Rübenlaterne gestopft.
Nun zieht Jack mit seiner Rübenlaterne über die Erde und sucht einen Platz, wo er ruhen kann.
Und wegen der Laterne in der Hand ist er als „Jack mit der Laterne“ bekannt – „Jack of Lantern“ – „Jack o‘Lantern“

Kennst du Geschichten oder Legenden über Halloween?
Morgen beschäftigen wir uns mit Aberglauben.

Teil 1Teil 2

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5 thoughts on “Eine kleine Geschichte Halloweens – 3

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  4. Knity on said:

    So, so dann kommt Jack o´Laterna also eigendlich aus Europa und war mal eine Rübe.
    Rübe ist ja auch ein etwas unfeines Synonym für Kopf.

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