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Wie motiviere ich meine Motivation?


Ok, das wird jetzt kein Post darüber, wie man sich motiviert.
Euch dazu anzuleiten, bin ich nicht qualifiziert.
Ich kann euch Bildbearbeitungsprogramme bebringen oder Gestaltungsprogramme, aber das war es dann auch schon.

Ein Freund von mir wurde verdonnert einen Kurs zu machen.
„Selbst-Motivation und Selbst-Marketing“ – gesponsort von Vater Staat via JobCenter.

Gestern berichtete er mir, das die Trainerin die Teilnehmer so richtig triezen würde.
Alles erwachsene Leute, deren einziges Manko es ist, das sie keinen Job haben bzw. finden.
Einige hätte sogar schon unter Tränen den Raum verlassen.

Was passiert da?
Die Trainerin gab ihnen zur Aufgabe, ihre Ziele zu bestimmen und welche Blockaden sie hindern würden, eben diese Ziele zu erreichen.

Ok, ich war nicht dabei, aber ich wette – da ja alle auf Jobsuche sind – war das Hauptziel bei den meisten „Ich will einen Job finden.“

Ich werde nicht über Ziele urteilen. Dieses Ziel ist sicherlich ein gutes Ziel.
Eventuell ein bißchen allgemein, aber gut.

Was sind nun Blockaden, warum man keinen Job findet?
Mein Freund erzählte, das die Trainerin die Teilnehmer behandeln würde, als seien sie behindert, falls sie eben nicht in der Lage sind, eine Blockade aufzuspüren.

Ist es wirklich so einfach die Blockaden zu finden?
Und ist die Blockade, die ich dann finde, wirklich die wahre Blockade?

Ich bezweifele es.

Ich habe in letzter Zeit einige gute Blogs gelesen, die sich auch mit dieser Thematik beschäftigen.

  • Motivation
  • Zielfindung
  • Identifizierung von Blockaden
  • Abbau von Blockaden
  • ein neuer herausragender erfolgreicher Mensch werden.

Blogs, die Fragen stellen, die fordern, die versprechen:

  • 21 Wege zum Erfolg
  • 15 Blockaden und wie ich sie leicht los werde
  • Kick deine Blockaden weg – noch heute
  • Wie trete ich mich selber in den Hintern?
  • Sternenroute zum Erfolg.
  • Identifizieren Sie jetzt Ihre Zielgruppe
  • Handle, sitz nicht rum!

Und so weiter und so fort…
Die Blog-Titel sind fictional, aber exemplarisch.

Ich möchte schon die Hingabe und Professionalität meiner Co-Blogger, die sich mit diesem Thema beschäftigen anerkennen.
Sie sind sicher auch bessere Coaches und Trainer, als die Dame, die mein Freund sich nun jeden Tag antun muss.

Aber irgendwie hänge ich in diesem Kreis „Motivation, Blockaden identifizieren und sie über Board schmeißen“.
Einge behaupten sogar, das man das Leben mit einem Atemzug ändern könnte.
Einfach ne Drehung und schon ist es passiert.

Da hänge ich fest.
Wenn ich doch eine Blockade benennen kann, und sie los werden kann, wieso kann es dann eine Blockade sein, wenn ich so leicht mit dem Finger drauf pieken kann?
Und sind nicht manchmal die unveränderbaren Umstände die wahren Blockaden?

Wie sollen sich die Leute in der heutigen wirtschaftlichen Situation motivieren?
Deutschland hat ca. 3 Millionen Arbeitslose, es stehen rund 60.000 Jobs zur Verfügung.
Das ist 1 Job für 50 Leute.
Einige haben hunderte von Bewerbungen in wenigen Jahren geschrieben.

Haben sie alle die falsche Motivation?
Haben sie es noch nicht geschafft ihre wahre Blockade zu finden und weg zu kicken?

Oder ist das wieder mal nur eine Strategie, um denjenigen den schwarzen Peter zu zu schustern, die nun wirklich nichts für die Situation können?

Was denkst du?

lovehelz

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